Hintergrund

Mehr Bäume weniger Beton

(dpa/picture alliance/Bernd Von Jutrczenka)

Mit dem Aufruf „Mehr Bäume, weniger Beton” richtet sich die hassia Klima-Aktion vom 01. – 28.10.2017 an die Käufer von hassia-Getränken. Verbunden mit dem Wunsch (Anliegen) an der Aktion teilzunehmen, um gemeinsam etwas gegen die Klimaveränderungen zu tun.

Der so oft geleugnete Klimawandel belastet mit seinen Auswirkungen auch immer heftiger unsere Städte. Hitze, Luftverschmutzung und Bodenversiegelung durch Beton und Asphalt machen nicht nur den Menschen, sondern insbesondere auch den heimischen Baumarten schwer zu schaffen. Allein in Deutschland werden täglich Flächen von umgerechnet 100 Fußballfeldern versiegelt, bspw. Wohnhäuser und Supermärkte werden errichtet. Kein Wunder, dass unter solchen Bedingungen bestehende Arten wie Linden, Kastanien, Pappeln und Eichen in den Städten ums Überleben kämpfen. Zusätzlich nisten sich auch Schädlinge aus Südeuropa durch die Klimaerwärmung in unseren Breiten immer stärker in den heimischen Bäumen ein und machen sie anfälliger für Krankheiten.

Vitale Baumbestände sind jedoch die grünen Lungen auf unserem Planeten und in unseren Städten. Sie leisten mit ihren ökologischen Funktionen einen wichtigen Beitrag für die Verbesserung des Klimas.

Deshalb gibt es vielfachen Handlungsbedarf für neue widerstandsfähigere Baumarten und deren Pflege. Setzen Sie sich mit uns ein: Für mehr Grünanlagen, Alleen, regionale Aufforstungsprojekte im Umfeld sowie neue Bebauungsstrukturen – kurz um mehr Bäume, weniger Beton.

Mehr Bäume und Grünanlagen in der Stadt können das Klima verbessern.

Dicht bebaute Städte sind besonders vom Klimawandel betroffen.

Zusammen mit der globalen Erwärmung infolge des Klimawandels ist in den nächsten Jahrzehnten in Städten auch mit einer Zunahme von Wetterextremen wie Hitzeperioden und Starkniederschlägen zu rechnen. Nach DWD-Berechnungen wird es vor allem in dicht bebauten Städten wie Frankfurt und Berlin immer mehr warme (über 25 Grad) und heiße Tage (über 30 Grad) geben.

Das Stadtklima und seine Einflussfaktoren -
Quelle: DWD

Sie entstehen aufgrund des sogenannten Wärmeinsel-Effekts. Da 74 Prozent der Deutschen in Städten leben, müssen Stadtplaner verstärkt auf diese Klima-Auswirkungen reagieren.

Was gilt es zu tun?

Maßnahmen zur Reduzierung der Wärmeinsel in einer Stadt sind z.B.

  • Mehr Frischluftschneisen planen und ausbauen,
  • Vernetzung von Grünflächen, Baumpflanzungen und Grünflächenanteil erhöhen,
  • Bebauungsstrukturen verändern, Dachbegrünungen,
  • mehr helle und reflektierende Oberflächen,
  • Vermeidung sekundärer Wärmequellen, z.B. bessere Wärmeisolation und natürliche Belüftung von Gebäuden statt Klimaanlagen.


Die größte Linderung der Klimafolgen wird jedoch erreicht, wenn sowohl lokale als auch globale Maßnahmen umgesetzt werden.